Hitzewallungen

Kaffee, Alkohol und Zigaretten bei Hitzewallungen

Hitzewallungen, die ungeliebten Begleiterscheinungen der weiblichen Hormonumstellung in den Wechseljahren, können sehr stark ausgeprägt sein und sogar nachts zu heftigen Schweißausbrüchen führen. Verständlich, dass sich jede davon geplagte Frau wünscht, die Beschwerden so weit wie möglich zu lindern.

Auch eine gesunde Lebensweise kann dazu beitragen, dass die Hitzewallungen weniger stark sind oder sogar ganz verschwinden. Diese Hormonschwankungen sind nämlich dafür verantwortlich, dass die Wahrnehmung der Außentemperatur durch das Gehirn zeitweise unpräzise verläuft. Die vorgetäuschte Erwärmung des Körpers ruft Gegenreaktionen hervor, die zum Beispiel Schweißausbrüche erzeugen. Meist geschieht das an unpassender Stelle, wie zu Beispiel in einem Meeting in der Firma und ist doppelt unangenehm.

Wie kann man die Folgen von Hitzewallungen mildern?

Man kann durchaus etwas dazu beitragen, dass die Folgen der Hormonumstellung inden Wechseljahren abgemildert werden. Dazu gehört eine gesunde Lebensweise mit dem größtmöglichen Verzicht auf Genussmittel wie Kaffee und Alkohol. Denn Kaffee, stark gewürzte Speisen, Zigaretten und Alkohol verstärken nachgewiesener Maßen Hitzewallungen und sollten vor allem von empfindlichen Frauen gemieden werden. Wer es nicht schafft, ganz darauf zu verzichten, sollte sämtliche Genussmittel zumindest so stark wie möglich einschränken.

Wie wirken Alkohol, Nikotin und Kaffee auf den Körper?

Immer wieder wird gesagt, dass ein kleines Gläschen Alkohol Frauen, die in den Wechseljahren unter Schlafstörungen leiden, dabei hilft, leichter einzuschlafen. Doch nicht zuletzt aufgrund des Gewöhnungsfaktors ist von dieser Art Selbstmedikation wenig zu halten. Ein ausgedehnter Spaziergang an der frischen Luft ist gesünder und hat den gleichen Effekt. Der Griff zum Alkohol ist vielleicht bequemer, aber nicht gesünder und kann unter Umständen zur Alkoholabhängigkeit führen.

Alkohol erweitert die Blutgefäße. Der Stoffwechsel wird dadurch zunächst angeregt, was die Hitzewallungen nur zusätzlich verstärkt. Zudem haben Zigaretten und Alkohol jede Menge andere unangenehme Auswirkungen. Sie sind für viele Organe direkt schädlich und erhöhen das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das gerade in den Wechseljahren bereits höher ist als in anderen Lebensabschnitten. Selbst die Neigung zu Osteoporose wird durch Alkohol und Nikotin verstärkt. Kaffee ist ebenfalls schädlich, denn er erweitert die Blutgefäße, was bei Hitzewallungen nicht erwünscht ist.

Eine große weiße Tasse mit Kaffee und Herzverzierung
Auf eine große Tasse Kaffe wie diese sollten Frauen, die unter Hitzewallungen leiden, besser verzichten.

Was kann man gegen Hitzewallungen tun?

Beste Hausmittel bei Hitzewallungen: Salbeitee und mit Wasser verdünnter Grapefruitsaft. Sie haben einen ausgleichenden Einfluss, beruhigen und wirken kühlend. Auch häufiges Wechseln der Wäsche und das Tragen von Naturfasern machen die Folgen der Hitzewallungen weniger unangenehm, da Baumwolle oder Wolle den Schweiß besser aufsaugen. Stress vermeiden und viel natürliches Wasser trinken sind weitere Mittel, die Wechseljahr-Beschwerden zu dämpfen und das eigene Wohlbefinden zu steigern. Eine vitaminreiche Kost mit einem hohen Anteil an Ballaststoffen wird ausdrücklich empfohlen. Wenig Fett und Fleisch zu essen ist ebenfalls gut, da es Ablagerungen in den Blutgefäßen vorbeugt. Eine solche Ernährungsweise ist übrigens in jedem Lebensalter sinnvoll.

Eine Ärzten begrüßt die Patientin mit Hitzewallungen.
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