Hitzewallungen

Hitzewallungen

Hitzewallungen betreffen vor allem Frauen in den Wechseljahren und äußern sich durch unangenehme Beschwerden auf die Betroffenen. über die Hälfte aller in den Wechseljahren befindlichen Frauen leiden häufiger an diesem Phänomen. Für die meisten sind die Beschwerden problemlos, andere wiederum belasten diese so stark, dass sie bei Auftreten dieser nicht mehr arbeiten können. Besonders nachts stören sie und können zu sogar zu Schlafstörungen führen. Diese Schweißausbrüche und weitere Beschwerden werden in der Medizin unter dem Begriff vasomotorische Symptome zusammengefasst. Sie beeinträchtigen die Gesundheit und damit das Leben der weiblichen Patienten in der Menopause.

Neben der Wechseljahre, können sich auch in der Schwangerschaft durch Veränderung der Hormone im Körper (meist Östrogen) Beschwerden in Form von spontanem Schwitzen ergeben.

Symptome

Hitzewallung ist nicht gleich Hitzewallung. In der Regel halten diese nicht länger als drei Minuten an (in Ausnahmefällen können sie jedoch bis zu einer Stunde andauern), es verfärbt sich die Haut der betroffenen Frauen oft rot und wird fleckig. Es entsteht darüber hinaus ein ausgeprägtes Hitzegefühl im Körper.

Eine vermehrte Schweißabsonderung, stärkeres Schwitzen bis hin zum plötzlichen Schweißausbruch werden häufig in den Wechseljahren beobachtet. Eine Reaktion des Kreislaufes auf die erhöhte Temperatur ist ein starkes Herzklopfen. In seltenen Fällen können Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen oder Depressionen auftreten.

Nachdem die Schweißausbrüche abgeklungen sind, beschreiben viele Betroffene ein Frösteln, ähnlich dem von Schüttelfrost. Dies äußert sich allerdings bei jeder Frau unterschiedlich. Vor allem Frauen, die in stehenden Berufen arbeiten, empfinden diese Hitzewallungen als äußerst unangenehm. Hitzewallungen treten vermehrt am Anfang der Wechseljahre auf und nehmen mit der Zeit kontinuierlich wieder ab.

Grundsätzlich sollte ein Arzt im Fachbereich Gynäkologie konsultiert werden, besonders während einer Schwangerschaft.

Ursachen

Durch eine Weitung der Hautgefäße nehmen diese vermehrt Blut auf; ein heftiger Wärmeschub wird von betroffenen Frauen verspürt. Dieser betrifft zunächst Gesicht, Nacken und Schultern und breitet sich schließlich auf den ganzen Körper aus. Hormone spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Effekt lässt sich nämlich meist auf den veränderten Hormonspiegel in den Wechseljahren zurückführen.

Die genauen Ursachen der Hitzewallungen sind noch nicht weitgehend bekannt, jedoch geht man davon aus, dass ein Zentrum im Gehirn, welches für die Körpertemperatur verantwortlich ist, die Hitzewallungen steuert. Die mit den Wechseljahren in Verbindung stehende verminderte Produktion von Östrogen in den Eierstöcken hat Einfluss auf die gesamte Temperatursteuerung des Körpers.

Wechseljahre

Die Phase der Wechseljahre im Leben von Frauen (auch Klimakterium genannt) beginnt bei machen bereits im Alter von 40 Jahren und kann bis zum 58. Lebensjahr andauern. Im deutschen Sprachraum wurden die Wechseljahre früher auch als "Stufenjahre" bezeichnet. Die Zeit der Wechseljahre gestaltet sich für jede Person individuell. Bis zu 4 Prozent aller kommen vorzeitig (also vor dem 40. Lebensjahr) in die Wechseljahre.

Gerade in den Wechseljahren werden Frauen für das Thema Gesundheit sensibler und setzen sich mit den neuen Herausforderungen meist intensiv auseinander. Die Wechseljahre und der Haushalt der Hormone stehen im direkten Zusammenhang, insbesondere der Rückgang von Östrogen.

Behandlung

Die meist verbreitete Therapie gegen Hitzewallungen ist die so genannte Hormonersatztherapie, die auch bei anderen hormonellen Krankheiten häufig zum Einsatz kommt. Hierbei werden in der Regel Medikamente eingesetzt, besonders dann, wenn sich eine Frau in der Menopause befindet.

Jedoch schwören immer mehr Frauen auf natürliche Heilmethoden bei der Behandlung. Eine gute Alternative sind beispielsweise der Mönchspfeffer oder die Traubensilberkerze. Auch Soja, Rotklee oder die so genannte Yamswurzel können helfen. Ein Geheimtipp ist auch der Salbei, welcher eine stark schweißhemmende Wirkung besitzt. Ein Tee aus Salbeiblättern in Verbindung mit Brennessel und Zitronenmelisse kann hier Wunder wirken.

Die Ersatztherapien auf Basis der Hormone wiederum ist in den letzten Jahren deutlich in Verruf geraten, seit man weiß, dass diese sowohl Brustkrebs als auch Herzinfarkt und Schlaganfälle begünstigen kann. Eine gute Alternative sind die so genannten Phytohormone, die aus rein pflanzlichen Wirkstoffen bestehen.

Probleme, welche nicht auf Wechseljahre, sondern auf eine Schwangerschaft zurückzuführen sind, sollten im Einzelfall medizinisch geprüft werden.

Tipps

  • Um Wechseljahresbeschwerden in der Menopause entgegenzuwirken, ist eine gesunde Ernährung, das Ausüben von regelmäßigem Sport sowie die Vermeidung von übermäßigem Stress ratsam.
  • Gerade eine ausgewogene Ernährung kann einen positiven Effekt herbeiführen, die allgemeine Gesundheit verbessern und gehört deshalb zu den wertvollsten Tipps.
  • In jedem Fall macht es Sinn einen Arzt zu Rate zu ziehen, um eine individuelle medizinische Beratung zu erhalten – insbesondere dann, wenn eine Schwangerschaft vorliegt. Es sollten ernsthafte Krankheiten (z.B. der Schilddrüse) ausgeschlossen werden.
  • Bei der Ausübung von Sport gilt es darauf zu achten, dass größere Überanstrengungen möglichst vermieden werden.
  • Wirksame Maßnahmen sind zudem Spaziergänge an der frischen Luft sowie das Tragen mehrschichtiger Kleidung, um bei Bedarf flexibel Kleidungsstücke abgelegen zu können.

Nachrichten zu Wechseljahresbeschwerden

Kaffee, Alkohol und Zigaretten bei Hitzewallungen
29.01.2012
Kaffee, stark gewürzte Speisen, Zigaretten und Alkohol verstärken nachgewiesener Maßen Probleme und sollten vor allem von empfindlichen Frauen gemieden werden.

Eine Ärzten begrüßt die Patientin mit Hitzewallungen.
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